Rollenspiel 1: Hasenwald
1. Ganz spontan – wie hat dir diese Aufgabe gefallen? Welche Rolle hat gut zu dir gepasst? Wie
fühltest du dich in der Rolle, die dir weniger entsprach?
Ich habe die Rollen von beiden Konfliktparteien übernommen. Ich habe mich gar nicht zu sehr damit auseinandergesetzt, ob die Positionen der Rolle zu meinen eigenen Werten und Ideen passen, sondern mich einfach an das jeweilige Dokument mit den Argumenten gehalten.
Die Übung an sich war spannend, aber wir sind jeweils nur bis zur Phase gekommen, in der wir noch auf unserem Standpunkt beharrt haben und uns nicht entgegengekommen sind. Ich stelle es mir relativ schwierig vor, gerade bei einer verfahrenen Konfliktsituation zu Kompromissen zu finden und den Weg dorthin überhaupt zu ebnen, dass die Parteien anfangen, über Kompromisse nachzudenken oder einen Schritt aufeinander zuzugehen anstatt nur an den jeweils eigenen Standpunkt zu denken.
2. Was hast du gut gemacht und willst nächstes Mal wieder so machen?
Ich habe mich an "meine" Argumente gehalten und zum Teil auch versucht, diese etwas weniger sachlich zu verteidigen. Zum Teil sind wir uns dann auch gegenseitig ins Wort gefallen, was die Situation recht dynamisch machte. Gerade deshalb, weil ich im "echten Leben" nie so direkt wäre und so auf "meinem" Standpunkt beharren würde, hat es Spass gemacht, das in einem Rollenspiel einmal auszuprobieren.
3. Was wirst du nach dieser Erfahrung und nach den Inputs zu Konfliktmanagement – in einem
echten Konflikt – anders machen? Hast du dir dazu etwas vorgenommen oder hattest du ein
‘Aha-Erlebnis’?
Ich möchte versuchen, in echten Konflikten mehr gleich von Anfang an an eine mögliche Lösung zu denken, die für beide Seiten passt. Ich tendiere dazu, direkt Kompromisse einzugehen, um Konflikte möglichst zu vermeiden, bevor sie entstehen und deshalb gar nicht wirklich über gemeinsame Lösungen nachzudenken, die beide Seiten weiterbringen könnten.
Was hat dein/deine Kollege/Kollegin während des Rollenspiels besonders gut gemacht? Was
ReplyDeletehat dich bei Ihr/Ihm überrascht?
Andrea hat ihre Rollen der jeweiligen Konfliktpartei sehr überzeugend gespielt. Sie hat sich voll und ganz in ihre Rolle hinein gelebt und alles gegeben um ihren Standpunkt zu verteidigen. Für mich als Mediatorin war es manchmal schwierig das Gespräch zu leiten, weil Andrea mit so viel Engagement
ihren Standpunkt verteidigt hat und nahtlos neue Argumente gebracht hat oder die alten wiederholt hat. Ich wollte sie auch gar nicht unterbrechen, weil ich es spannend fand zu hören, wie sie ihre Argumente hervorbringt. Es war für mich überraschend, als sie mir erzählt hat, dass sie im wahren Leben Konflikten eigentlich immer aus dem Weg geht und gar nie in so eine Art von Gesprächssituation kommt! Ich finde sie ist wirklich gut darin. Im zweiten Rollenspiel durfte ich dann als ihre Gegnerin antreten, was wirklich Spass gemacht hat. Andrea ist sehr wortgewandt und schnell im Argumentieren, was das ganze spannend und auch sehr lustig gemacht hat.
Liebe Andrea, vielen Dank für diesen blog! Ich kann mir vorstellen, dass es in der Anfangsphase noch schwierig ist, sich Kompromisse vorzustellen. Das ist da ganz normal. Erst wenn wir die Interessen hinter den Positionen kennen, bieten sich ja die vielen Lösungsoptionen. Diese kommen erst in der Phase 3 wirklich auf den Tisch. Und dann finden sich hoffentlich nicht nur Kompromisse sondern echte win-win Lösungen! Schön, konntest Du Dich einfach so auf das Rollenspiel einlassen!
ReplyDeleteLiebe Grüsse, Petra
Ich finde, Andrea hat ein grosses Talent, glaubhaft andere Rollen zu verkörpern. Sie hat auf mich in beiden Rollen überzeugend und authentisch gewirkt und schien keine Mühe zu haben, schnell mit relevanten Argumenten auf die Aussagen des Gegenübers einzugehen. Letzteres hat mich sehr beeindruckt und ich werde versuchen mich ebenfalls darin zu üben.
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